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Wir kümmern uns ... mit Herz, Hand und Verstand
               (Die frühere GHS Inden heißt ab 2013 Goltstein-Schule.)
 

(aus: Jülicher Zeitung (ptj); http://www.az-web.de/25.07.2010)

Pilotprojekt soll das Image deutlich aufbessern

Pilotprojekt

Siegesfoto inmitten der Klassen 8 und 9: Vor Vertretern der MIT und Lehrern der GHS posierten die Sieger Marco da Silva (Mitte), links vom ihm der Drittplatzierte Sebastian Wolf, an seiner Rechten der zweite Sieger Sebastian Poggensee.  Foto: Jagodzinska

 

Inden/Altdorf. "Hier stehen 700 Ausbildungsbetriebe. Ist euch diese Riesenchance klar?", betonte Jürgen Rudig, Schulleiter der GHS Inden, vor den Klassen 8 und 9. Feierlicher Anlass war die Siegerehrung eines Wettbewerbs der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU, die mit besagten 700 Unternehmen im Kreis vertreten ist.

Das Pilot-Kooperationsprojekt der Vereinigung mit der Indener Hauptschule soll vor allem deren Image aufbessern: Trotz des strukturierten und berufsorientierten Wirkens der Schule mit Berufswahlpass ab Klasse 7 berichtet der Schulleiter von weinenden Eltern beim Aufnahmegespräch ihres Kindes, die sich darum sorgen, was "die Nachbarn nur sagen". "Das schlechte Image der Hauptschule ist völliger Quatsch", bekräftigen Bezirks- und Kreisverbandsvorsitzender der MIT, Rolf Delhougne, und Bernd Krings, Vorsitzender der MIT Inden.

Der Indener Immobilienmakler freut sich ganz besonders, den Vorschlag aus dem MIT-Landesverband nach Inden holen zu dürfen. Ganz bewusst habe er die Hauptschule ausgesucht, die es zu stärken gelte. Mit im Boot sitzen Frank Mürkens, Berufswahlkoordinator an der GHS, und Konrektorin Angelika Imkamp-Klein. Ihre "Vision" ist die Fortführung der Kooperation mit "Tagesjahrespraktiken" für die zehnte Klasse. Die Kontinuität des Projektes als solches ist bereits so gut wie sicher, soll es doch eine zusätzliche Motivation für die Schüler sein, sich hinsichtlich des Übergangs von Schule und Beruf besonders zu informieren und zu engagieren.

Die teilnehmenden Neuntklässler konnten nur gewinnen: "Es gab keine besonderen Anforderungen. Der Wettbewerb ist nur zu 50 Prozent notenlastig", betonte Krings die Wichtigkeit eines besonderen Engagements von Schülern, die "in den Praktika sehr gut sind und nach der Ausbildung einem Betrieb (zumeist) treu bleiben".

Voraussetzungen an der Teilnahme zum Wettbewerb waren ein kurzer, tabellarischer Lebenslauf mit Angabe von schulischem und außerschulischem Engagement. Ferner eine handschriftliche Erklärung mit Begründung der Teilnahme am Wettbewerb, Zeugniskopien, Bescheinigungen über Praktika und außerschulische Aktivitäten sowie die bereits angelegte Praktikumsmappe.

Die Entscheidungsträger Mürkens und Krings wählten folgende Sieger aus: Marco da Silva erhielt nicht nur die Siegesprämie von 150 Euro, sondern vor allem Krings-Versprechen, ihn bei seiner Berufsfindung zu unterstützen.

Der zweitplatzierte Sebastian Poggensee gewann 100 Euro, der drittplatzierte Sebastian Wolf ein "schönes Taschengeld" von 50 Euro. Alle drei, freudig überrascht, ausgewählt zu sein, sprachen ihren Dank aus.